Die Eroberung Jerusalems durch die Muslime

Der Prophet s.a.s. sagte :“ Ich werde zwei wichtige Dinge hinterlassen: den Quran und mein persönliches Beispiel. Wenn ihr daran festhaltet, werdet ihr nie vom rechten Weg abweichen.“

Nach dem Tod des Propheten s.a.s witterten die Herrscher anderer Länder, besonders Persien und Byzanz, ihre Chance den Islam auszulöschen. Abu Bakr r.a. wurde der erste Kalif des Islam gefolgt von Umar r.a. Während dieser Zeit gab es viele Schlachten zu schlagen und der Tag kam als ein muslimisches Heer Jerusalem belagerte:

Der Fall von Jerusalem

Amr ibn Al As belagerte Jerusalem. Nach der Einnahme von Antiochia stießen Abu Ubaida, Halid und andere Führer des islamischen Heeres zu ihm. Die Christen in Jerusalem hatten wenig Hoffnung auf Hilfe von Byzanz; deshalb entschieden sie sich für die kampflose Übergabe. Jedoch hegten die Christen einige Befürchtungen. Sie wußten, daß sich vorher auch andere Städte kampflos ergeben hatten und in jedem Fall hatten die Sieger das Leben und das Eigentum der Besiegten geachtet. Sie hatten ihre heiligen Stätten geschont und ihnen erlaubt,ihre eigene Religion auszuüben.Aber weil es sich um Jerusalem handelte, waren sich die Christen da nicht ganz sicher. Die Stadt war sowohl für sie als auch für Muslime ein heiliger Ort. Vor der Übergabe wollten sie sicher gehen, dass sie gut behandelt würden. Sie machten deshalb Abu Ubaida folgenden Vorschlag:

„Wir sind bereit zur Übergabe, aber euer Kalif muss persönlich zur Unterzeichnung des Friedensvertrages hier erscheinen.“

Der Vorschlag der Christen wurde dem Kalifen überbracht: Jerusalem könnte eingenommen werden, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, aber dazu müsse Umar den weiten Weg von Medina nach Jerusalem zurücklegen. Darauf ging Umar bereitwillig ein.

Als der Kalif nach Jerusalem aufbrach, nahm er nur einen Begleiter mit. Sie hatten nur ein Kamel, das sie abwechselnd ritten. Am Tag der Ankunft in Jerusalem war der Diener an der Reihe zu reiten. „Führer der Gläubigen“, sagte er „es wird in den Augen der Leute seltsam aussehen, wenn ich reite und du das Kamel führst. Sollten wir nicht lieber tauschen?“

„O nein“, antwortete Umar, „ich will nicht ungerecht sein! Der Islam ist genug Ehre für uns alle!“

Umar r.a. unterzeichnete den Friedensvertrag, der wie folgt lautete:

„Von Umar, dem Diener Allahs und Führer der Gläubigen: Den Bewohners von Jerusalem wird die Sicherheit ihres Lebens und Eigentums gewährleistet. Ihrer Kirchen und Kreuze sollen intakt bleiben, sie sollen weder besetzt noch niedergerissen werden. Das Volk soll in seiner Religionsausübung vollkommen frei und keiner Belästigung ausgesetzt sein…..“

Nun wurden die Tore der Stadt geöffnet. Umar r.a. ging direkt zum Tempel Davids, Al-Masgjid Al-Aqsa. Er betete unter Davids Bogen. Danach besuchte er die größte christliche Kirche der Stadt. Als es Zeit zum Nachmittagsgebet war, befand er sich gerade in der Kirche. „Wenn du willst, darfst du hier beten“, sagte der Bischof. „Nein“,antwortete Umar „denn wenn ich es täte, wäre es vielleicht eines Tages ein Vorwand für die Muslime, euch die Kirche abzunehmen.“ So betete er auf den Stufen vor der Kirche. Er gab dem Bischof auch ein Schreiben, in dem stand, das die Stufen niemals für gemeinsame Gebete benutzt und auch das der Erzan (Gebetsruf) dort nicht gesprochen werden dürfe.

Umar r.a. wollte in Jerusalem eine Moshee errichten, und er fragte den Bischof, welcher Platz wohl dafür geeignet sei. Der Bischof empfahl die As-Sahra, den Felsen, auf dem der Prophet Jakop a.s. zu Allah gebetet haben soll. Hier hatten jedoch die Christen Müll angehäuft, um die Juden zu ärgern. Die As-Sahra wurde sofort vom Unrat gereinigt. Umar r.a. legte zusammen mit den anderen selbst Hand an. Jerusalem, die Stadt Davids und Jesus, Allahs Friede auf beiden, wurde nun zum Beweis für den Frieden, den der Islam dem Christentum und dem Judentum gewährt. Als alle Spuren von Schmutz beseitigt waren, wurde auf der As-Sahra eine Moschee errichtet.

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(Quelle:Die Rechtgeleiteten Kalifen /Islamische Bibliothek  www.muslim-buch.de/Islamische-Buecher/Geschichte-Biographien/Die-rechtgeleiteten-Kalifen-rd::79.html

An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an meine Assistentin, die mir unermüdlich bei der Recherche hilft. 🙂

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