Es gibt,glaube ich, keine Muslima in Deutschland die nicht schon mal gefragt wurde warum sie Kopftuch trägt. Und die meisten Muslima haben den Drang sich zu rechtfertigen oder zu erklären. Es werden alle Register gezogen. Von „In diesem Land habe ich das Recht meine Religion so auszuleben.“ , „Toleranz….“,“Respekt…“,“ Das ist meine Art der Freiheit“, „Ich will kein Objekt der Begierde sein.“, „Ich entscheide wem ich mich visuell zugänglich mache.“ und der paradoxe Spruch „Das ist eine Art von islamischem Feminismus.“

Um die Begierde zu untermauern werden Statistiken vorgetragen, über Vergewaltigung, sexuelle Belästigung etc. Jede dieser Aussagen kann man anfechten und kritisieren wenn man will. Und natürlich wollen das fast alle, denn diejenigen die mich tolerieren oder akzeptieren, fragen mich meist gar nicht warum ich Kopftuch trage, sie nehmen es einfach hin, als einen Teil meiner Persönlichkeit.

Und was ist nun mein Grund ?

Ich trage Kopftuch weil mein Gott es mir befohlen hat.

Ob das Tragen des Hijab in diesem Land erlaubt ist oder nicht, ist für mich nicht wichtig. Klar ist es schön respektiert zu werden (Toleranz ist nur ein netteres Wort für dulden) aber wichtiger für mich ist es das Alllah ta ala mit mir zufrieden ist. Nicht jeder Mann ist eine triebgesteuerte Bestie und doch hat diese Aussage auch teilweise ihre Berechtigung. Den Begriff „muslimischer Feminismus“ lasse ich außen vor, weil er einfach nur lächerlich ist.

Wenn man also wirklich die Absicht haben sollte das Tragen des Hijabs nachzuvollziehen und verstehen zu wollen, muss man sich erst der Frage des Glaubens stellen. Wenn ich an keinen Gott glaube dann erscheint es mir auch nicht logisch seinen Anordnungen Folge zu leisten.

Eine Diskussion über das Kopftuch ruft bei mir also nur noch ein Gähnen hervor. Und die Tatsache das man kritisiert wird weil man sich sittsam kleidet…manchmal ein Schmunzeln.

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