Muhammed s.a.s und seine Ehefrauen Teil 2

Chadidscha, die erste Ehefrau des Propheten.

Herkunft und Vorgeschichte

Chadidscha kam aus dem reichen Stamm der Quraisch und lebte in Mekka. Sie hatte eine hohe soziale Stellung. Durch zwei vorausgegangene Ehen war sie eine mächtige, erfahrene und ungewöhnlich wohlhabende Geschäftsfrau. Sie lebte als Witwe und betreute die aus den früheren Ehen hervorgegangenen beiden Kinder. Wegen ihrer hohen Stellung und ihres Reichtums wurde sie von vielen Mekkanern umworben. Mehrere Bewerber, die um ihre Hand anhielten, wies sie jedoch zurück.

Muhammed s.a.s. wuchs als Weise im Hause  seines Onkels  Abu Talib auf.Abu Talib betreute Muhammed s.a.s. etwa 17 Jahre lang. Er bildete in ihm eine starke Persönlichkeit von hoher Tugendhaftigkeit und gutem Ruf heran. Schon im Alter von 12 Jahren nahm Abu Talib Muhammed s.a.s. zum ersten Mal zu Handelsgeschäften nach Syrien mit.

Im Alter von etwa 23 Jahren ließ Abu Talib ihn zum ersten Mal alleine eine solche Handelsreise leiten. Vor dieser Reise machte Abu Talib Muhammed s.a.s den Vorschlag ihn bei Chadidscha als Geschäftsmann einzuführen. Chadidscha gewann Vertrauen zu ihm und finanzierte seine Karawane nach Syrien. Diese Reise verlief sehr erfolgreich und Chadidscha freute sich über den dabei erzielten großen Gewinn; gleichzeitig war sie von der Ehrlichkeit , mit der Muhammed s.a.s. ihre Interessen wahrgenommen hatte, sehr angetan. Auch durch seine Tugendhaftigkeit und seine sonstigen Vorzüge gewann er die Zuneigung Chadidschas  und sie entschloss sich, ihn zu heiraten.

 

Die Heirat mit Chadidscha gewinnt ihre besondere Bedeutung daher, dass sie nicht nur seine erste Ehe war, sondern das die Ehe auch fünfundzwanzig Jahre währte, in denen Chadidscha die einzige Ehefrau war, obwohl damals die Polygamie gang und gäbe war.

 

Die Ehe

Die Ehe Muhammeds s.a.s. mit Chadidscha in Mekka teilt sich in zwei verschiedene Lebensperioden. Die ersten fünfzehn Jahre liegen vor seiner Berufung. In ihnen stand er Chadidscha nur als Mensch und Ehemann gegenüber. Der zweite Lebens- bzw. Ehe Abschnitt beginnt mit dem Berufungserlebnis und währte zehn Jahre lang. In diesen erlebte Chadidscha Muhammed s.a.s.  zugleich auch als Propheten. Ein weiterer Punkt, der diese Ehe von seinen anderen Ehen hervorhebt, ist darin zu sehen, das Chadidscha die einzige Ehefrau war, die Muhammed s.a.s Kinder schenkte. Die vier Töchter: Saynab, Ruqaiyya, Umm Kulthum und Fatima. Die zwei Söhne al Qasim und Abdullah verstarben kurz nach ihrer Geburt.

Muhammed s.a.s , Chadidscha und die Kinder führten gemeinsam ein glückliches Familienleben. Ohne die Verpflichtung seiner Familie gegenüber zu versäumen war es Muhammed s.a.s. möglich, seinem Bedürfnis zu tiefem Nachdenken und Einsamkeit nachzugehen. Diese Neigung hatte bei Muhammed s.a.s schon in seiner Jugendzeit eingesetzt, wenn er sich, beim Schafe hüten, in der menschenleeren Umgebung vor Mekka aufhielt.

In den letzten drei Jahren seines ersten Lebensabschnitts mit Chadidscha, als Muhammed s.a.s  sich dem Alter von vierzig Jahren näherte, zog er sich häufig in die Höhle Hira zurück. Dort sann er nach über Gott, Natur und Schöpfung, aber auch über die Vielgötterei seines Landes.Für diese Hinwendung zum Religiösen hatte Chadidscha nicht nur Verständnis, vielmehr unterstützte sie ihn darin und ermöglichte ihm des weiteren seine Zurückgezogenheit.

 

Offenbarung

Als Muhammed s.a.s eines Tages in der Höhle Hira auf einem Berg vor Mekka war, empfing er durch den Engel Jibril a.s. (Gabriel) die himmlische Botschaft, durch die ihm der Auftrag Gottes zur Verkündung des Islams übermittelt wurde. Der Text dieser ersten Offenbarung befindet sich in Sure 96 des heiligen Quran:

„Lies im Namen deines Herrn. Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies; denn dein Herr ist Allgütig, Der mit dem Schreibrohr lehrt, lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“ (96:1)

Als Muhammed s.a.s tief erschüttert und verwirrt nach diesem Erlebnis nach Hause kam und seiner Frau Chadidscha davon berichtete, umarmte und beruhigte sie ihn. Sie stärkte ihn voller Vertrauen und innerer Gewissheit mit dem Worten:“Niemals wirst du in Gegenwart von Allah eine Schande erleben; denn du bist wahrlich derjenige, der die Verwandtschaftsbande pflegt, den Schwachen hilft, den Mittellosen gibt, den Gast freundlich aufnimmt, nur Wahres spricht und den Notleidenden unter die Arme greift!“

 

Fortsetzung folgt……

 

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