Auch wenn es weh tut

Scham, Ekel, Wut und auch ein gewisses Ohnmachtsempfinden. Meine Gefühle zu den Vorkommnissen in Köln und Hamburg sind schwer in Worte zu kleiden. Es ist davon auszugehen, dass die meisten der Täter einen muslimischen Hintergrund haben. Das muss man sagen und nicht totschweigen. Und die traurige Wahrheit ist doch, das wir Übergriffe wie diese nicht nur aus Ägypten, sondern auch aus anderen muslimischen Ländern kennen. Es gibt Anekdoten und Vorkommnisse bei denen sich einem der Magen umdreht. Da gibt es keine Möglichkeit sich in der Opferrolle zu suhlen oder an Verschwörungstheorien zu basteln.

Fakt ist: Der Sittenverfall in einigen muslimischen Ländern ist kolossal. Bevor Islamhasser und Kritiker hier hemmungslosen Beifall klatschen, möchte ich bitten, sich nochmal die schrecklichen Szenen aus Ägypten ins Gedächtnis zu rufen. Wie viele Männer mit dem charakteristischen, fundamentalistischen, salafistischen Rauschebart konnten unter den Tätern ausgemacht werden? Oder weniger überspitzt gefragt: Wen aus der Masse hätte man auf den ersten Blick dem „radikalen“ Islam zugeordnet? Damit möchte ich ausdrücken das die typische Pegida Rhetorik, einen Muslim, der sich äußerlich als praktizierend zuerkennen gibt, dem potenziell gefährlichen Extrem zuzuordnen, (gleiches gilt für Frauen) im wirklichen Leben einfach nicht greift.

Einem wahren Muslim würde ein solch widerwärtiges, schamloses Verhalten nie in den Sinn kommen. Viele Menschen fürchten sich davor, immer mehr praktizierende Muslime (dies zieht Männer mit Bartwuchs und Frauen mit Kopftuch automatisch mit sich) im täglichen Leben oder auf deutschen Straßen zu sehen. Unter Beachtung des politischen Weltgeschehens ist dies nachvollziehbar aber für eine bessere Gesellschaft ist es Gang Boss Tariq und Abzieh Ali nur zu Wünschen, dass sie den Islam wirklich begreifen, ihn leben und somit zu ehrlichen und verlässlichen Bürgen dieser Gesellschaft werden.

Auch wenn es weh tut, müssen wir Muslime uns mit dem derzeitigen Zustand der Ummah auseinander setzen.

Auch wenn es weh tut, muss man sich als Islamhasser und Verteidiger des Abendlandes der Tatsache stellen, das sich ein boshaftes Herz nicht am äußerlichen Haarwuchs festmachen lässt.

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Ein Gedanke zu “Auch wenn es weh tut

  1. Die Vorkommnisse lassen mich wütend und ratlos zurück. Ich missioniere nicht, ich belästige niemandem mit meinem Glauben, erkläre (nur) auf Anfrage dies und das und versuche auch meiner Familie als Muslim Vorbild zu sein. Und dann das.
    Jetzt liegen tausend Augen auf mir; manche spotten in meine Richtung „Da siehste, was Dein Islam ist!“ und häufig erscheint mir der Kampf um die Reputation guter Muslime verloren. Ich habe schon vor Jahren in ähnlichen Situationen erwachsene, sonst starke Geschwister in Tränen ausbrechen sehen, weil sie der allgemeinen Unterstellungs- und Vorwurfskanonade nichts mehr entgegenzusetzen haben.
    Was soll ich sagen? Vor Jahren schlenderte ich mit meiner Frau über einen Strand in Tunesien. Da kommt ein fliegender Händler und fasst meine Frau an. Ich fauchte ihn mit der Frage an, ob er Muslim sei. Er nickte. Ich gab ihm zu verstehen, dass er es vielleicht ja doch mal mit dem Lesen des Qur’an versuchen solle und das er ein jämmerliches Bild abgebe. Mit roten Ohren schlich er fort.
    Es gibt Tage, da möchte man verzweifeln.

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